Reflektion: Gründe zu tun, was ein anderer möchte

Das Menschenbild der GfK geht davon aus, dass wir Bitten gerne erfüllen, weil wir Freude daran haben, das Leben anderer Menschen zu bereichern. Wir erfüllen eine Bitte aus Wertschätzung und Liebe für den Anderen. Und alles, was wir dafür brauchen, ist die freie Entscheidung aus tiefem Herzen Ja oder Nein sagen zu können.

In unserer Gesellschaft lernen wir vor allem vier Gründe, die Bitte eines Anderen zu erfüllen.

Schuld und Scham, Angst, Gehorsam, Belohnung

A003_ Bitte_Gruende

Arbeitsblatt: Gründe zu tun, was ein Anderer möchte

Stückpreis: 1,00 EUR

die Bitte in der GFK

Weitere Übungen, Arbeits- und Infoblätter zum Thema Bitten

Wie bitten wir? Gewaltfreie Kommunikation PDF

Wie bitten wir?

Der Wink mit dem Zaunpfahl: "Schatz, der Kaffee ist alle", "der Müll müsste mal rausgebracht werden" "Hier müsste mal gesaugt werden"
Erfolgreiche Bitten Gewaltfreie Kommunikation

Erfolgreiche Bitten

Welche Zutaten brauchst du für eine erfolgreiche Bitte? konkret, positiv, machbar, realisierbar, verhandelbar, sinnvoll
Der andere sagt Nein Bitte Gewaltfreie Kommunikation

Der andere sagt Nein

Wenn eine Bitte ein Nein erfährt, dann gibt es gute Gründe dafür.
Gründe für indirekte Bitten

Indirekte Bitten und ihre Gründe

Es lohnt sich, einen Blick hinter die versteckten, indirekten Bitten zu werfen.
Bitte statt Forderung Gewaltfreie KommunikationKlaudia Schäfer

Übersicht: Bitte statt Forderung

Bitte statt Forderung ist eine der Schlüsselunterscheidungen in der Gewaltfreien Kommunikation.
Bitten formulieren

Bitten formulieren

Überprüfe die spontan formulierte Bitte mit den folgenden Kriterien und formuliere eine Endfassung.
Umgang mit einem Nein, Nein sagen lernen

Umgang mit einem NEIN!

Was hindert uns daran Nein zu sagen, einzelne Schritte hin zum Nein sagen, konkrete Beispiele
die drei Bitten in der GFK

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Bitte unter der Lupe – für klare Kommunikation und Beziehung

Ich frage mich auch, wie kann ich wirklich das ausdrücken, was mir doch so am Herzen liegt?
Gründe zu tun, was jemand anderer möchteKlaudia Schäfer

Reflektion: Gründe zu tun, was ein anderer möchte

Suche Beispiele aus deinem Alltag/Leben, wo Du etwas aus purer Freude, bewusstem Geben, Angst vor Bestrafung oder Schuld gemacht hast.
Bitten und ihre Hürden

Bitten und ihre Hürden

In unserer Gesellschaft lernen wir vor allem vier Gründe, die Bitte eines Anderen zu erfüllen. Schuld und Scham, Angst, Gehorsam, Belohnung
Die Bitte in der Gewaltfreien KommunikationKlaudia Schäfer

Bundle: Die Bitte in der GFK

Das komplette Material zum Download PDF: Umfang: 6 Arbeitsblätter und ergänzendes Material (15 Seiten gesamt)
die Bitte in der gFK

Die Bitte in der GFK – ein besonderer Leckerbissen …

Bitten sind Einladungen zu Handlungen, um Bedürfnisse zu erfüllen. Sie können angenommen oder abgelehnt werden.

Marshall B. Rosenberg

Wir alle haben eine Menge zu geben. Wir genießen es zu geben, wenn wir es freiwillig tun.

Die Bitte in der Gewaltfreien Kommunikation

Bitten beinhalten Handlungen, die wir entweder selber tun wollen oder die andere Menschen für uns tun können, um Bedürfnisse zu befriedigen, die gerade lebendig sind. Sie kommen einer Einladung gleich. Sie können angenommen oder abgelehnt werden, ohne dass es zu Sanktionen oder Konsequenz führt. Bitten unterscheiden sich von Forderungen darin, dass der/die andere auch mit Nein antworten darf.  Wenn wir ein Nein hören, versuchen wir uns mit den Bedürfnissen zu verbinden, die die andere Person davon abhält, Ja zu sagen. Die Intension liegt auf Dialog und Verständnis für den/die andere und über das jeweilige Verständnis zu einer gemeinsamen Lösung zu finden, die für beide Parteien stimmig ist.

Erfolgreiche Bitten

Eine Bitte ist am erfolgreichsten, wenn wir auf die folgenden sechs Kriterien achten:

  1. Sie richtet sich an eine bestimmte Person/ einen bestimmten Personenkreis/ eine bestimmte Anzahl an Personen
    Beispiel: „Bist du damit einverstanden, könnten mir drei Personen eine Rückmeldung geben…“ statt „Ist jemand bereit, könnt ihr mir helfen?“
  2. Sie betrifft den gegenwärtigen Moment
    Beispiel: „Kannst du mir sagen, ob du jetzt bereit bist das Geschirr  zu spülen?“ statt „Ab heute übernimmst du das spülen.“
  3. Sie ist konkret
    „Kannst du mir sagen, ob du jetzt bereit bist das Geschirr zu spülen?“ statt „Kannst du mir helfen?“
  4. Sie ist positiv formuliert
    Negationen wie „nicht mehr“ sollten vermieden werden
  5. Sie ist für das Gegenüber realisierbar.
    Unmögliches zu verlangen, ist der beste Weg überhaupt nichts zu erreichen!
  6. Sie lässt die freie Entscheidung für ein Ja oder Nein zu

Bitten sind weniger erfolgreich, wenn sie:

  • Gefühle statt Verhalten erbitten
    „Ich möchte dass du mich mehr liebst“
  • vage und abstrakt sind
    „Ich möchte, dass du mich ernst nimmt, mehr respektierst…“
  • Vergleiche enthalten
    „Ich möchte dass du so ordentlich wie deine Schwester bist“
  • beschreiben, was wir nicht wollen
    „Ich möchte nicht, dass du so lange arbeitest“